„Waldabhang bei Unterach“ – letztes Landschaftsbild von Gustav Klimt – erwartet bei Sotheby`s New York 70 Mio. US-$
Bedeutung des Werks & Preisexplosion auf dem Kunstmarkt
Das ambitionierte Los bei Sotheby’s ist ein einmaliges Ereignis für die Kunstwelt: Neben dem äußerst prominent eingeschätzten Bildnis Elisabeth Lederer (auf 150 Mio. US$ geschätzt) stehen mit „Waldabhang bei Unterach“ und "Blumenwiese" gleich zwei seltene und bedeutende Werke Klimts zur Auktion.
Für „Waldabhang“ erwartet Sotheby’s einen Erlös von 70 bis 90 Mio. US$. Ein solcher Preis spiegelt nicht nur die Seltenheit dieses Bildes wider, sondern auch die zunehmende Wertschätzung von Klimts Landschaftswerken in internationalen Sammlerkreisen. Ein exklusiver Auszug der Lauder-Sammlung, des im Juni verstorbenen Leonard Alan Lauder, wird im Rahmen der Auktion auf über 300 Mio. US$ veranschlagt. Leonard Lauder erwarb "Waldabhang in Unterach am Attersee" Anfang der 1970er Jahre. Es war das erste Gemälde von Gustav Klimt in seiner Sammlung. Leonard Alan Lauder, Sohn von Evelyn (Estée) Lauder (Kosmetikunternehmerin und Gründerin der Breast Cancer Research Foundation® (BCRF)), galt gemeinsam mit seinem Bruder Ronald S. Lauder als großer Klimt Sammler. Ronald S. Lauder, Sohn der legendären Kosmetikkonzern-Gründerin Estée Lauder, blickt auf eine abwechslungsreiche Karriere zurück. Vom Beautyfach wechselte der Unternehmer mit österreichischen Vorfahren kurzzeitig in die Politik und war von 1986 bis 1987 amerikanischer Botschafter in Österreich.
Kunsthistorisches Schwergewicht: Das letzte Klimt-Landschaftsbild
„Waldabhang bei Unterach“ nimmt im Œuvre Klimts eine außergewöhnliche Stellung ein:
- Entstanden 1916 am Attersee, in Klimts letztem Sommerdomizil in Weißenbach.
- Es zeigt eine für Klimt ungewöhnliche Komposition: Beide Uferseiten des Sees sind sichtbar – nicht nur ein einfacher Hügel, sondern eine Panorama-Verschmelzung mehrerer Perspektiven.
- Sotheby’s bezeichnet das Werk als das letzte noch existierende Landschaftsbild von Klimt – ein dramatischer Abschluss der Attersee-Periode.
- Klimt entfernte bewusst moderne Störeinflüsse und verschmolz Architektur und Natur zu einer idealisierten Idylle – ein typisches Merkmal seiner Spätlandschaften. (Quelle: Sothebys.com)
Werke aus dieser Zeit wie Waldabhang bei Unterach am Attersee markieren eine Verwandlung von der bloßen Landschaft in eine melancholische Art von Porträt. Durch die Manipulation der Perspektive, das Abflachen von Formen in rhythmische Farb- und Linienmuster, schafft er keine bloße Ortsaufzeichnung sondern eine ganz persönliche Interpretation und Spiegel seiner inneren Welt zur Landschaft am Attersee.
In Waldabhang bei Unterach am Attersee destilliert Klimt ein Leben der künstlerischen Erforschung in eine einzige Vision – eine, die sich in der physischen Realität des Attersees stützt und in den Bereich des Ideals erhoben wird.
Durch die bewusste Manipulation der Perspektive und die Abflachung von Formen in rhythmische Farb- und Linienmuster konstruiert Klimt keine bloße Ortsaufzeichnung, sondern eine dauerhafte Aussage seiner persönlichen Philosophie: dass die Natur, die durch die Hand des Künstlers transformiert wird, zum Spiegel für die innere, verzauberte, losgelöste Welt wird.
Klimt hat sich das Motiv vom See (im Ruderboot) oder vom gegenüberliegenden Ufer mit dem Teleskop herangezogen, wahrscheinlich hat er mehrere Perspektiven eingenommen und in diesem Werk vereint.
Relevanz für das Klimt Zentrum am Attersee
„Wenn ein Werk wie ‚Waldabhang bei Unterach am Attersee‘ in New York Millioneninteresse weckt, erinnert uns das daran, dass unser Attersee weit mehr ist als ein landschaftliches Juwel – er war Klimts künstlerische Bühne. Seine hier geschaffenen Werke verbinden die Region bis heute mit dem internationalen Kunstmarkt. Diese Aktualität bestätigt die kulturelle Bedeutung, die der Attersee weltweit ausstrahlt.“ - Evelyn Obermaier, Obfrau Gustav-Klimt Zentrum (Kammer/Schörfling am Attersee)
Für das Klimt Zentrum am Attersee hat diese Auktion große Bedeutung:
- Regionalgeschichtliche Verbindung
Das Bild wurde ganz in der Region geschaffen – am Attersee, wo Klimt viel Zeit verbrachte. Es steht daher in engem Bezug zu unserem kulturellen und geografischen Erbe. - Internationale Aufmerksamkeit
Dass ein solches Werk bei Sotheby’s in New York gehandelt wird, stärkt den globalen Blick auf den Attersee als Schaffensort Klimts und unterstreicht die Bedeutung der Region für sein Spätwerk. - Bildungs- und Vermittlungswert
Die Auktion bietet dem Klimt Zentrum eine einmalige Gelegenheit, die wissenschaftlichen, künstlerischen und marktwirtschaftlichen Aspekte von Klimts Landschaften einem breiten Publikum zu vermitteln.
Rückfragen & Kontakt
Tourismusverband Attersee-Attergau
Telefon: +43 7666 7719-0
info@attersee.at
www.attersee-attergau.salzkammergut.at
Kontakt:
Verein Klimt am Attersee
Hauptstraße 30, 4861 Schörfling am Attersee
Obfrau: Evelyn Obermaier
+43 680 116 8410 | office@klimtverein.at
