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Hochzeitskreuz

St. Gilgen, Salzburg, Österreich

Das Hochzeitskreuz befindet sich unterhalb des Falkensteins etwas erhöht über dem Seeufer.

Großer Bildstock aus dem Jahr 1609, vom erzbischöflichen Pfleger errichtet. Sage von einer ertrunkenen Hochzeitsgesellschaft.

Die Sage zum Hochzeitskreuz:
Im Bereich Fürberg, am Ufer des Wolfgangsees, stand das Haus der "bösen Marthe", wie sie Leute aus der Umgebung im Allgemeinen nannten.

Trotz der weithin berüchtigten Tücke und Bosheit der Frau, entschloss sich der Junker Stollhammer aus St. Gilgen um die Hand ihrer einzigen und schönen Tochter anzuhalten. Für diesen Mut bewunderten Ihn die Menschen des Dorfes sehr.

Da dem Junker die Liebe zu dem schönen Käthchen über alles ging, gab er nicht auf, bis ein geeigneter Tag für die Hochzeit gefunden wurde und das Aufgebot bestellt werden konnte.
Als ob es das Schicksal so gewollt hätte, brach am Vorabend der Hochzeit in der Scheune der Brautmutter ein vernichtender Brand aus.

Bald schon hatte sich eine Traube von Menschen um die Brandstätte gebildet und man konnte förmlich spüren, dass die Anwesenden, der bösen Marthe dieses Verhängnis gönnten.

Kaltherzig stellten diese wildeste Theorien auf; die einen sahen den Teufel am Werke, dessen Rache an Ihr schon lange überfällig war, die anderen wiederum sprachen hämisch hinter vorgehaltener Hand davon, dass Unrecht eben nun mal nicht gedeihe. Nicht ein einziger von Ihnen spendete auch nur ein Wort des Mitleids.

Als die "bösen Marthe" plötzlich erschien wich die Menge erschrocken zurück, nicht zuletzt deshalb, weil Marthe mit dem schwarz verrußten Gesicht die Züge einer Hexe angenommen hatte. Sie stellte sich auf die kümmerlichen und bis zur Unkenntlichkeit verkohlten Überreste ihres Besitzes und erging sich in den fürchterlichsten Beschimpfungen und Verwünschungen gegen Gott und die Welt.

Die Bitte einiger Leute, sie möge diese schrecklichen und gotteslästerlichen Äußerungen doch unterlassen, ignorierte sie demonstrativ.

Nach einiger Zeit ergriff sie wieder lautstark das Wort:
"Da nun nichts mehr von dem geblieben ist, was ich einst besaß und somit nichts mehr existiert, worin oder worauf man die Hochzeitsfeier abhalten kann, muss ich ein anderes Element bemühen. Die Hochzeit wird auf der Eisdecke des Wolfgangsees stattfinden. Möge mir diese nicht feindlich gesinnt sein!"

Sie zögerte keinen Moment, die Vorbereitungen für das Fest auf dem Eis in Gang zu setzen. Vergebens bemühten sich die Hochzeitsgäste, sie von ihrem Vorhaben abzubringen. Selbst ihr zukünftiger Schwiegersohn, der mehr als erstaunt darüber war, dass er seine Hochzeit im Freien und dann noch über dem Grund des Wolfgangsees feiern sollte und der mit allen Mitteln versuchte sie umzustimmen, musste sich sein Scheitern eingestehen.

Als alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, konnte das Fest auf dem Eis beginnen. Die Gäste schwangen recht heftig das Tanzbein, vergaßen alle Gefahr, die das Eis bot und kamen sogar in ausgelassene Stimmung, allen voran die Brautmutter selbst.
Nur Braut und Bräutigam hielten sich, ob einer bösen Vorahnung, ein wenig mehr im Hintergrund als es für ein Hochzeitspaar üblich war.

"Höre bitte mein Mann, was ich dir zu sagen habe," unterbrach sie das Schweigen der beiden, " Gestern als die Mutter fluchend und keifend auf den Ruinen ihres Besitzes stand, war mir so, als hätte ich eine große, schwarze Gestalt aus dem See emporsteigen sehen. Mit erhobener Hand drohte Sie der Mutter!......Da! Schau!"

Als sich der Junker umdrehte, sah er das Unheil auch schon. Unter ihrer aller Füße begann das Eis unaufhörlich zu krachen.
Kurz bevor sich schon die ersten riesigen Risse im Eis bildeten und alle Gäste und die alte Marthe vom See verschlungen wurden, retteten sich das Brautpaar mit einem kühnen Sprung ans Ufer. Von dort aus musste das verschreckte Paar den dramatischen Ereignissen hilflos zusehen.

Hiernach verfiel das Käthchen in eine schwere und lange Krankheit. Als sie sich schließlich nach Monaten wieder in der Lage sah aufzustehen, führte sie ihr Mann in die Kirche zu St. Gilgen, in der die beiden sich das Jawort gegeben hatten. Als beide vor dem wunderschönen Traualtar saßen, entschloss sich Junker Stollhammer, auf einem Felsblock, der unweit der Unglücksstelle aus dem Wolfgangsee ragt, ein Kreuz zum Dank für seine und die Rettung seiner Frau, zu errichten.
Noch heute steht das sogenannte Hochzeitskreuz auf diesem kleinen Felsen.

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Hochzeitskreuz
5360 St. Gilgen

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